Es weihnachtet – überall. Im Kinderhaus waschen lauter Nikoläuse die Wäsche.




Und es wird geschmückt – ein neuer Baum, diesmal eine Kiefer, die nach Weihnachten wieder drinnen ausgepflanzt und draußen eingepflanzt wird.



Hier im Hintergrund sieht an ab und zu den damaligen Weihnachtsbaum, der inzwischen ein Riese ist. Drei Jahre lang haben sie ihn damals immer ein und aus gepflanzt, nun steht er aber schon seit drei weiteren Jahren draußen. Überhaupt, wie grün alles ist! Wo damals nichts war, nur Staub, explodieren jetzt die Pfirsichbäume. Mit den Kindern zusammen spielt zur Zeit Charity, unsere amerikanische Volontärin. Und natürlich Avana und, im ersten Bild, immer zum Trösten und Helfen da, Joséa, Patenkinderbeauftragte der ersten Stunde.




















Die Adventskalender sind auch angekommen, einer für die Schule, einer für jedes Kinderhaus. In den Kinderhäusern werden fleißig Weihnachtsbriefe geschrieben …














Und alle Mädchen haben sich für Weihnachten fein herausgeputzt.




Ja, uns geht es gut. Aber anderen Menschen? Denen, die in solcher Umgebung leben, aus der die Kinderhauskinder und teilweise die Schüler kommen? Inzwischen geht es den Familien, die wir betreuen, allen besser, aber die anderen? Wie auch letztes Jahr geht das Team Nikolas-mäßig mit Essen zu den Allerärmsten – dieses Jahr erst am 19., weil vorher zu viel los ist, aber das genaue Datum ist eigentlich egal. Überraschende warme Mahlzeiten und Litschis! sind auf jeden Fall ein Wunder. Zuerst müssen die Mahlzeiten bei zwei lokalen Straßenküchen gekauft werden, die sich freuen und Photos möchten. Der Nikolas von damals hätte sich auch gefreut, der Andrang ist groß, manchmal müssen die Helfer aufpassen, dass sie nicht zerquetsch und niedergetrampelt werden, es ist nicht ungefährlich. Aber es lohnt! Das Geld für das Nikolasprojekt dieses Jahr verdanken wir der Scheinfelder Bibliothek bzw. den spendenden Zuhörern meiner Lesung. Danke!




















































Unser Jesuskind dieses Jahr ist übrigens ist ein tuberkulosekranker kleiner Junge, Luca, der Bruder von Henintsoa, einem fröhlichen Mädchen aus dem Kinderhaus. Er ist schon lange mehr oder weniger in Behandlung, nichts hilft, die Lunge ist zerfressen, verschiedene Organe vereitert, er lebt bei seiner Großmutter, Eltern gibt es nicht mehr. Wir holen ihn in eine gemietete Wohnung nach Talata, ins Kinderhaus kann er nicht mit einer vielleicht offenen Tb – sonst haben das direkt alle. Aber dann geht es nicht mehr, er muss notfallmäßig ins Krankenhaus und in die Hauptstadt zur Opersation und Therapie. Holy und Joséa fahren mit, und die Großmutter. Ich glaube, die Urgroßmutter auch. Nun, über Weihnachten, hoffen wir nach der zweiten OP zum Eiter-Ausräumen, dass es mit Drainage etwas wird. Luftballons müssen besorgt werden, zum Aufpusten und Lunge beüben .. José sitzt geduldig 24/7 an seinem Bett. Danke an die Spender, die Lucas Leben (hoffentlich) gerettet haben!







In der Schule wird fleißig gelesen, auch ohne Schnee und Kerzenschein. Enia und der Regenzauber wird noch immer vorgelesen, im Sommer beginnen wir dann, es zu verfilmen.




Und Umweltunterricht gemacht – Jely nimmt gerade mal wieder Plastik durch. Große Schüler auf dem Boden – ein WOW von mir – Gruppenarbeit und nicht frontal, 1 mit * ! Auch auf den Feldern geht es möglichst nachhaltig weiter. Und vor allem lustig. Hery und Fidel malen mit Mr. Misa einen künstlerischen Wald, und unsere Hühner haben jetzt ein Schloss!










Charity währenddessen unterichtet fleißig Englisch mit Liedern und vollem Körpereinsatz, die Kinder lieben es. Endlich nicht nur Sachen auswendig runterleiern!












Und Alain holzt fleißig mit neuen Geräten vor sich hin. Es gibt Stuhlflächen, auf denen man sitzen kann, ohne Streifen am Po zu bekommen! Juchhuu!




Auch prima: Die zusätzlichen Wasserfilter, die es seit Philipps Besuch gibt, werden genutzt. Endlich trinken die Kinder etwas weniger zu wenig als vorher.

Und wir basteln online Engel. Zwei Sorten. Gar nicht so einfach!









Nomena ist wieder zu Hause – für die Benatragung des nächstes Visums zum Studium – und übt Weihnachtslieder mit den Kindern ein, nachdem er kurz vor Abfahrt noch mit uns Kekse verziert hat. Er sagt, er wird es vermissen, einen echten Weihnachtsbaum mit Kerzen und Spielzeug zu schmücken.







Bleibt zu sagen: Frohe Weihnachten! Hier mit Johans Stern. Und danke an Euch alle da draußen!


