In Ehinde, bei der Schule „Grêvistes“, wachsen sogar zwei Tauben: Die Mama-Taube und ihr Junges, das den Kindergarten darstellen wird. Jeden Tag kommen die Kinder und Eltern gucken und freuen sich schon sehr. Ein bisschen wird es noch dauern. Aber die Gebäude fügen sich schon jetzt auf lustige surreale Weise in die Landschaft ein.

Noela ist mal raufgeklettert, um das Dach zu photographieren. Die Perspektive ist natürlich sehr verzerrt. Das Dach ist, das sieht man hier nicht, leicht geneigt zum Abfluss des Wassers in der Regenzeit. Eine Auffangrinne für das Wasser kommt noch.

Zwischendurch in Ejeda, eine halbe Stunde mit dem Moped weit weg, kümmert sich Noela gemeinsam mit den Internats-Mamas um das Internat und die Internatskinder, Jossilah ist in der Klinik, Typhus und Bilharziose, aber sie ist jetzt gut versorgt …

Beim nächsten Besuch in Ehinde sind schon die Sitzmäuerchen auf den Schattenterassen unter Schwanzfedern und Kopf der Taube da. Das wird sehr gemütlich!

Taube von der Seite, streckt uns ihren Flügel ins Gesicht, ich glaube, es geht ihr gut, sie sieht glücklich aus: faly be ny voromailala.

Und hier noch ein Gruß von der mini-Taube, inzwischen fast fertig, wo die Minis spielen und lernen sollen: Das Taubenkind hat einen ganz runden Körper und auch zwei kleine Schattenterassen, links unter den Schwanzfedern, rechts unter dem Kopf. Es wird gut auf alle kleinen Täublinge aufpassen, damit sie Schatten und Schutz gegen Zyklone haben. Farbe kommt noch.

Und hier ist zum Beispiel Voadisoa, 9 Jahre alt, die sich sehr sehr auf die neue Schule freut und sooo gerne einen Paten hätte und Briefe schreiben würde, sie drückt Noela jedes Mal einen Brief in die Hand und sagt: Ich hab den gemalt, schick ihn einfach an irgendwen! Sie braucht nicht dringender einen Paten als sonst jemand (außer vielleicht, weil ihre Mutter mit 4 Kinder und weggelaufendem Mann und Feld wenig Zeit hat), es geht ihr gut, es ist einfach nur sehr niedlich.

Verspätet erreichen mich gerade Bilder der Kinder von Noela. Die möchte ich niemandem vorenthalten: Sie winken auf manchen und sagen „Miniminike!“, ein Ausdruck der Freude.

Noch ist draußen Unterricht, aber bald, aber bald dürfen die Möbel in die Schule einziehen …

So muss es sein – hinten streicht fleißig der junge Schuldirektor, vorne ruhen sich die Kinder im Schatten aus

Hier stehen die Kleinen vor ihrem Kindergarten, sie gucken so komisch, weil sie gegen die Sonne blinzeln (oder weil sie Photos doof finden).

Und nun noch ein Gruß der anderen Schule, „Femmes Fortes“. Dort gab es gestern Milchreis, da Noella den Kindern erzählt hat, dass es den bei ihr früher als Kind manchmal zum Frühstück gab. Zimt ist zwar nicht drin (zu teuer), aber Zucker und ein bisschen Milch – befremdlich, aber ein Fest! Und irgendwie fast vorweihnachtlich.