










Ziegen im trockenen Flussbett – und angekettete Kinder in der Hitze. Die sind nämlich von den Räubern, den Dahalos, entführt worden und müssen jetzt für sie die geklauten Ziegen hüten. Zafy (Noela aus dem Internat) stößt zu ihnen, die war schon im Räuberlager gefangen, ehe die neuen Kinder kamen. Gemeinsam durstig … Wie gut, dass Maitresse Tui mit ihrem magischen Fahrradkorb durch den roten Staub gefahren kommt und nicht nur einen Tisch und vier Stühle aus dem Korb zieht, sondern auch die von Fito schon schmerzlich vermisste beste Ziege der Welt und eine Flasche, aus der vier verschiedene Säfte kommen.







Am nächsten Tag üben die Dahalos dann am Ufer des trockenen Flusses Schießen – leider verstehen sie den Rückstoß nicht, das ist eher schlecht für Kinderverfolgung, spricht aber für ihr friedliches Leben. Die Felsen, auf denen wir drehen, sind das Klo der nächsten Siedlung, Hoppla, nicht reintreten!





Und dann aufsteigen auf den Omby-Wagen mit Fahrrad. Gar nicht so einfach. Szene in der Mitte von Ejeda auf dem Platz drehen ist auch nicht so einfach, ständig sind irgendwo 150 Leute, die man wegschaufeln muss, hinter die Kamera. Einer der kleinsten Leute ruft jetzt immer, wenn wir vorbeigehen oder -fahren, das, was ich als Regisseur immmer rufe: Iza, roa, telo. Andao! Er kann meinen Job übernehmen, falls ich ausfalle.











Zwischendurch springt Maitresse Tui Seil mit den Kindern …



Und dann überfallen doch die doofen Dahalos den Bus und wollen alle Leute ausrauben, aber was ein Glück, die Kinder kommen gerade da auf dem Ombywagen vorbei und finden Tücher auf diesem Wagen (statt nur piekisge Kakteenstücke, die wirklich drauf waren und jetzt überall in den Füßen sind), mit denen man sich prima als Geist verkleiden kann. Da die Szene eigentlich nachts spielt, passt das gut, die Dahalos kriegen Angst und werden überwältigt. Oeee – jippieee! Bloß blöd, dass die Polizei, die mit dem alten Wählscheibentelefon aus Msse Tuis Zauberfahrradkorb gerufen wird, auch den Käfig mitnimmt, in dem die Dahalos den Wasserlemur gefangen hatten, der immer noch unsichtbar ist.
Als Geistertücher eignen sich die Vorhänge des Gästehauses, wo wir wohnen, hervorragend …





















Also nichts wie den Dahalos nach … eine Hälfte der Kinder fährt ihnen auf dem Rad nach, währen die andere mit Msse Tui zum Dorf zurück wandert, um die Blume zu suchen, deren Samen den Lemuren endlich sichtbar machen.
Fito, Enia und Feno also ab aufs Rad … das Polizeiauto steht, Hoppla, vor einer Kneipe in der Stadt. Und drin sitzen Räuber und Polizisten friedlich an einem Tisch. Die Kinder lauschen unter dem Tisch …. In der Kneipe laufen jede Menge Katzen herum, die alle Schauspieler werden möchten.
Das Bier, das es zum Dreh gab, war leider schon vor Beginn der Szene in der Wartezeit ausgetrunken … Nur der Sonnenbrillen-Polizist, der tut bloß so, der trinkt gar nicht. Einer unserer besten Schauspieler und eigentlich unser Chauffeur. Die Polizisten, die eigentlich spielen sollten, waren zu Drehbeginn nämlich vom Vorabend noch zu betrunken. Wirklich. Da sind die Chauffeure eingesprungen.









Der Käfig mit dem Wasserlemur wird zur Bewachung auf die Polizeiwache gebracht. Klar, dass die Kinder den Wasserlemur befreien müssen. Nur hat die Gendarmerie an diesem Abend schon zu, obwohl sie noch offen hat, oder der Verantwortliche ist weg, oder einer zu viel da, jedenfalls gibt es im Hof nur viele interessierte Kinder, die geknipst werden möchten, aber keine Dreherlaubnis. Uns doch egal – Noela beschließt kurzerhand, unser Internat in einen Polizeiposten umzuspritzen. Am nächsten Morgen geht es los …
















Lucas wird in einer kleinen Pause im Hof zu Jesus verwandelt, weil überdurchschnittlich viele Madagassen finden, dass er so aussieht. Noela hat ihm schnell eine Dornenkrone aus Dornengestrüpp und etwas Müll gebastelt.


Schließlich Green-Screen-Tag: 6 Kinder auf ein Fahrrad zu bekommen, das dann auch noch fliegen soll, kann schon schwierig sein … Probe-Handy-Bilder finden die Kinder sehr cool. Während die Erwachsenen basteln, spielen die Kinder auf der umlaufenden Terrasse des Gästehauses, denn die Hauptdarsteller sind heute bei uns, weil der Green Screen im Wohnzimmer steht.














Und weil wir noch nicht genug zu tun haben, malen wir noch ein bisschen die neue Schule an. Das heißt, No und Mi haben Pause. Es git Dunkelgrün und Grasgrün, und daraus muss ich fünf Farbtöne für fünf Klassenzimmertüren mischen … lustiger ist es mit den Schablonen.

















Am Rand des Dorfs entsteht gerade der Wasserspeicherkanal, den Hinrich zusammen mit Noelas Mann Rinja beaufsichtigt und ausgemessen hat – leider ist er nicht auf den Bildern, denn er ist seit einer Weile krank, der Arme. Also, eigentlich sind alle krank, immer schön abwechselnd: Lukas, Mi, No, Hinrich, ich, Avana, Hoby, Hinrich, No, Mi, Hinrich … Der Kanal wächst jedenfalls mit Lichtgeschwindigkeit. Wenn man bei Löchern von Wachsen sprechen kann. Die Männer graben jeder an ihrer Parzelle, erhalten Lohn und, ab und zu spendiert von Hinrich: Kaffee – das ist das beste, den macht dann eine extra Kaffeefrau vor Ort.







