Sommerferien – und wir sind jetzt auch da. Nach dem ersten Dreh im Süden kehren wir heim ins Kinderhaus, in die wunderschöne Küche, zur bunten Schule, dorthin, wo alles begann. Und los geht´s – eine Woche Farbexplosion! Die Bougainvillea, die den Zaun gefressen hatte, hat einen starken Haarschnitt bekommen, und so können wir nach Jahren den Zaun wieder in seinen ursprünglichen Regenbogenzustand versetzen.















Der „Eiffelturm“, unser so bespitznamter Spielplatz, muss auch wieder bunt werden. Wir bauen zusätzliche Kletterstreben ein, und von oben tropft es bisweilen auf die Köpfe.







Außerdem wird das Kindergartenkrododilschlangendrachentier, das sich durch die Erde schlängelt, aus langem Schlaf geweckt und errettet. Jetzt ist es wieder es selbst.





Mauer gibt es auch noch zu bemalen, Mi verteilt Eidechsen, die Weltkarte des Kunstlehrers wird ausgebessert und auf der Sitzmauer pflanzen wir Blumen.













Als nächstes gibt es ein Button-Bastel-Projekt. Die Maschine gibt ihr Bestes – aber bei so viele Kindern ist sie irgendwann erschöpft. Ich repariere am laufenden Band Buttons …
































Der nächste Tag wird noch bunter. Wir füllen eine irre Menge Flaschen und batiken. Ehrlich gesagt ist die Reklame aber Quatsch – die normale Eimerbatik funktioniert viel besser und einfacher als diese Fläschchen. Egal, alle haben Spaß – nur einfarbige Shirts zu finden, war hier wohl fast unmöglich, alles gebrauchte Shirts, die wir upcyceln. Am Ende packt alle draußen das Batikfieber, alle möglichen Dinge werden ausgezogen und auch noch gebatikt, und zum Schluss versuchen einige kleine Jungs, ihre Haare zu batiken. Leider werden sie gar nicht bunt und gemustert, wie komisch. Wir gießen den Rest der Farbe in Kanister, irgendwann können sie weitermachen. Vielleicht batiken wir nächstes Mal den Zaun, statt ihn zu streichen?



































































Beim Pigeonnier, dem Oberstufengebäude, muss auch noch gemalt werden, die Schmetterlinge brauchen Wiederbelebung am Pausen-Unterstand …








Als nächstes gibt es Impro-Theater: Der Drache Zogg. Bei uns ohne Reime. Zwei Nachmittage die Geschichte erzählen, Rollen verteilen, basteln, bisschen üben – dann Aufführung.






























Die Aufführung ist demnächst als Video im Netz. Beim Warten aufs Publikum und danach wird immerzu getanzt. Tanzen ist für Madagassen wie Atmen.











Wenn wir nicht tanzen, machen wir weiter Kunst. Diesmal: action painting. Über Yves Klein sind sie sehr verwundert, aber blaue Frauen machen wir dann doch nicht. Dafür Jackson Pollock. Minus den Depri-Faktor. Unsere Pollocks sind bunt. Erstmal das große Papier aus kleinen Papieren basteln – es gibt nur DIN A 4 – und dann los: Zehn Minuten hat jede Vierergruppe. Aber sie sind nach 5 schon fertig.













Und dann noch ein bisschen Gerhardt Richter.














Einen Tag später ist Picasso bei uns zu Gast.









Abgelöst wird Picasso von Andy Warhol, aber zu dem Zeitpunkt war schon so viel Picasso, dass Warhol auch Picasso wird. Oder etwas eigenes. Dann nennt man es, glaube ich, Kunst.







Was natürlich auch sein muss: Wolfsspielabend. Madagassische Verdächtige vergessen immer Sandalen in den Zimmern anderer Leute, das jedenfalls wird immer als Verdachtsgrund angegeben. SEHR merkwürdig.







Am Ende der Kunstwoche gibt es eine Ausstellung mit Wahl des jeweils beliebtesten Bildes und ein kleines Film-Szenen-Probegucken. Schneide doch schnell mal ein paar Szenen fertig … äh.














