(ein Blog mit erstaunlicher Weise nur Vazahas – hellhäutigen Menschen)

Koffer sind gepackt! Es geht los! Enia und der Wasserlemur – wird ein Film. Wir üben Buttons basteln, das machen wir dann in Mada mit den Kindern …

Hier sitzt Enia im Klassenraum und sucht Madagaskar – eine der ersten Szenen des Films Enia und der Wasserlemur (er heißt marginal anders als das Buch). Die ersten Szenen sind im Kasten –

Hier hört Enia ihren Biologen-Opa und ihre Schwester Eli madagassische Vokabeln ab, ehe sie nach Madagaskar reisen, um ein Abenteuer zu erleben.

Ständig kommt hier Material für den Film an – Technik und Dinge, die im Film gebraucht werden. Die Post glaubt schon, wir spinnen. Voilà – die Zauberlollis, die eigentliche Fackeln sind, die Rosenranke für Maitresse Tuis Rad, das dann mittels Green Screen auch fliegen kann, Maitresse Tuis Regenschirm, ebenfalls ein Flugobjekt, und eine Pistole für die Räuber, die Noby mal ausprobiert (peng).

Und so bügelt man einen Green Screen, der seit langem im Fundus geschlafen hat. Bei 40 Grad Hitze draußen ein etwas … warmes Unterfangen.

Hier ist Maitresse Tuis Kamm, durch dessen blauen Glasstein man Spuren des geheimnisvollen unsichtbaren Wasserlemurs sieht, die man sonst auf dem trockenen Boden nicht erkennen kann …

Und natürlich gibt es wieder Team-T-Shirts.

Da wir auch eine Woche in Talata sind, zwischen zwei Süd-Aufenthalten, und dort sieben Tage Kinderkultur machen, basteln, batiken, moderne Kunst, Improtheater mit Drachen – muss noch mehr mit. Eine Explosion aus wilden Farben für die ständig zu braven Kinder, immerhin haben sie Ferien, und unsere auch.

Und außerdem reisen Spiele mit für den neuen Kindergarten im Pigeon Vert und und und … Und hier die bunten Regenschirme, die im Film fliegen werden … das gelbe Zelt muss ich noch aufbauen lernen für den Film … undKoffer packen, wiegen, auspacken, umpacken …

Was wir noch tun, gleichzeitig – einen Wasserkanal bauen. Zum Speichern des Wassers in der kurzen, heftigen Regenzeit, so dass die Felder danach bewässert werden können. Hier ein Vergleich Trockenzeit – kurze Regenzeit mit Maniokfeld.

In der Mitten unseres Speicherkanals entsteht eine Insel, auf der nur Tiere und Bäume leben werden. Wir haben ein Modell gebastelt, um es den Madagassen per Video genau zu erklären … das Projekt läuft jetzt seit fast einem Jahr, es wurde entwickelt, gezeichnet, gebastelt, verworfen, neu entwickelt … mit Beratung durch Spezialisten im Garten- und Landschaftsbau und Teichfolienproduzenten, die Reise der Teichfolie ins Land ist einen eigenen Roman wert (aber Beton wäre auf 90.000 Euro und ungefähr ebensoviele Liter verbrauchtes Wasser gekommen, woraufhin wir die Idee verwarfen, und genügend Lehm gibt es in ganz Madagaskar nicht). Der Kanal muss abgedeckt werden, wenn das Wasser sich angesammelt hat, bewacht werden gegen hineinfallende Kinder und Ziegen, ehe er abgedeckt ist, und weit genug weg sein vom Ort wegen brütender Mosktios und Malariegefahr … es gibt sooo viel zu beachten.

Unser Ziel: Die 3monatige Bewässerungszeit für Maniok u.a. um 1 Monat zu verlängern, also immerhin ein Viertel, und mehr Ernte zu generieren, um die Menschen unabhängiger von Hilfslieferungen zu machen. Die fallen nach und nach weg durch die amerikanische Unpolitik – und außerdem ist es sowieso schöner, unabhängig zu sein.

Jede der 195 Familien des Dorfs Ehinde (wo die neue Taubenschule steht) stellt einen Mann, der per Hand den steinharten Boden aufgraben wird. Es wird Monate dauern … Hinrich, unser Ingenieur und Volonteer, vermisst und erklärt und begleitet. Wenn der Kanal fertig gegraben ist, wird dann die Teichfolie eingebaut. Und im nächsten Frühjahr sehen wir nach, wie es gelaufen ist und ob der Kanal sich so füllt, wie er soll, oder ob wir noch Dinge verändern müssen. Es ist ein Experiment!