Eigentlich letztes Jahr. Eigentlich wären die Partnervereine TaxyAnkizy und KinderfürdieZukunft 5 geworden, also immerhin bereit für die Vorschule. LesPigeons hingegen, Holys und Hobys Schule für arme Kinder, gab es ja schon vor uns – kleiner, ohne Projekte, ohne Unterstüzung, tapfer sich über Wasser haltend, in gemieteten verfallenden Gebäuden, immer wieder umzieen müssend. Dann kam die Revolution – natürlich sehr gut! – und das Jubiläum wurde verschoben.
Aber nun! Seit Monaten näht Martine mit ihren Kolleginnen in der Nähwerkstatt Kostüme, da die Schüler alle Berufsgruppen, die sie vielleicht mal werden wollen, darstellen wollten. Wow!
Und dann also ein riiiiiiiiiiiiesiger Umzug von Talata bis Antsirabé zu Fuß, in der Hitze. Uff! Aber alle Zuschauer (und Mitmacher) waren begeistert. Erst mal aus dem Schultor und durchs Dorf …
















Es ist waaaaaaarm, und die Straße runter in die Stadt ist laaang …











Wir sind in der Stadt. Zum Glück gibt es auch eine Eisenbahn! In Madagaskar sind zwar alle bis auf eine Bahnlinie still gelegt, aber nun gibt es eine zweite: Les Pigeons!

















Und endlich in der Stadt – die Leute jubeln den Pigeons zu, und sie leben wieder auf, Polizisten, Ärzte, Feuerwehrfrauen, Soldatinnen, Sportler, Bauern und Richterinnen tanzen und singen und winken stolz …
…




























Und wieder zurück nach Talata, und dan auch noch der Tanz der Polizisten auf der Wiese am See. Wow!






Uff! Alle Erschöpft. In der Schule gibt es Schatten und Wasser, und alle Soldaten, Polizisten und Ärzte legen ihre Waffen und Utensilien ab und essen einträchtig Joghurt mit den Fingern – den schönen selbstgemachten, den die Joghurtverkäufer in den bunten Bechern verkaufen, die sie immer wieder verwenden.
















Natürlich gab es auch ernstere Feierlichkeiten. Sehr schick und sehr schön. Ich bin erleichtert, dass ich keine Rede halten musste. Kirchenmenschen und andere wichtige Leute waren da … das muss wohl so. Herzlichen Glückwunsch, liebes Team! Ihr seid großartig! Auf die nächsten 20 Jahre!






































Und was mich am meisten an all dem freut? Ach, ich bin ja sooo deutsch. Am meisten freut mich, wie sehr die Bäume gewachsen sind, die 2019 nicht da waren.


Ach, übrigens. Wir haben außerdem Besuch. Peter-René tischlert und repariert alles. Wusstet Ihr dass die Türen im Akany falsch rum eingebaut sind? Ja, wussten wir. Er erfindet die Wäscheleine neu – nein, er findet eine neue Wäscheleine auf Kinderhöhe und tischlert mit Alain. Nein, er schreinert, denn er kommt ja aus BaWü. Und er beobachtet Raupen und beschwört Schlagen, die dann ein Springseil werden. Ach ja, so ungefähr das Gegenteil des schicken Festes, wir Ökodeutschen. Hihi. So würde ich das auch machen, nur noch mehr mit Farbe kleckern. Die Kinderhauskinder haben viel Spaß mit ihm. Danke, Peter! Und Peter hat glaube ich auch Spaß. Danke, Kinderhauskinder!

















Außerdem zum guten Ende noch Grüße von Annie. Sie und ihe Schwester Solange haben inzwischen Paten, sind nach Talata umgezogen und glücklich. Den Sportunterricht verleren die Lehrer zwischenzeitlich einfach nach unten, im Sitzen kann ja jeder das selbe.






